Carnevalverein Grün-Weiß Bad Salzig e.V. 1959

Bombenstimmung im Ägidiusheim

Erste Kostümsitzung des CV Grün-Weiß Bad Salzig

Mit elf Paukenschlägen startete der CV Grün-Weiß Bad Salzig e.V. 1959 am Samstag, dem 12.02.2011, pünktlich um 19:33 Uhr in die Sitzungen der Session 2010/11. Über 40 Musiker des Bad Salziger Fanfarenzuges eröffneten die erste Kostümsitzung in der Narrhalla des Ägidiusheims.

Direkt im Anschluss hielten die grün-weißen Narren Einzug in den festlich geschmückten Saal. Angeführt von sechs uniformierten Fahnenträgern des Jugendballetts, das Damenballet und der Elferrat und verwandelten die Bühne in ein grün-weißes Meer. Der erste Vorsitzende Alfred Fuchs begrüßte alle Anwesenden und führte den neuen Sitzungspräsidenten Albert Rätz in sein Amt ein. Sein Vorgänger Herbert Dausner wurde für seine Verdienste um den rheinischen Karneval mit dem Goldenen Till am Bande ausgezeichnet.

Zum Auszug spielte der Fanfarenzug die "Grün-Weißen Sterne", die ab sofort zum festen Repertoire des Musikzugs gehören.

Volker Kahl als Till, berichtete über die Geschehnisse des vergangenen Jahres und hielt dem Publikum den Narrenspiegel vor.

Das CV Jugendballett präsentierte seinen neuen Gardetanz zu bekannten Melodien von Gloria Gaynor. Es ist bemerkenswert, zu was die junge Truppe schon im Stande ist.

Monsignore Carl Ursprung begab sich als Kurgast auf eine Exkursion in einen beschaulichen Ort namens Bad Salzig. Die Reise von Berlin nach Bad Salzig schilderte er in einer unnachahmlich humorvollen Art und Weise. Es war ein wahres Vergnügen, diesem Vortrag zuzuhören.

Die Gäste in der Narrhalla nahmen anschließend an einer Tour durch die Filmstudios der Blues Brothers teil und durften dort bei den Dreharbeiten zu berühmten Filmen teilnehmen. Neben Dick und Doof, den Ghostbusters, James Bond und Rocky Balboa durfte natürlich auch Dirty Dancing nicht fehlen. Ein einfallsreicher Aufritt mit jeder Menge Akrobatik!

Staubwedel, Minirock und Netzstrümpfe sind das Markenzeichen von Eric(a) Betzing, dem Zimmermädchen das beim Putzen schon ganz schön herum kam.

Auch das CV Damenballett begeisterte das Publikum mit einem neu einstudierten flotten Gardetanz.

Zur Freude des närrischen Publikums besuchte das St. Goarer Prinzenpaar Marco I. und Gaby I. mit ihrem stattlichen Hofstaat mit eigener Hofkapelle die Sitzung.

In ihrem Zwiegespräch über Personalnot in Himmel und Hölle stritten Christian Nick und Reiner Becker als Engel und Teufel um geeigneten Nachwuchs für himmlische oder teuflische Aufgaben.

"Afrika" war das diesjährige Thema des CV Herrenballetts. Mit sehr beeindruckenden Bildern und Kostümen entführte die Truppe die Zuschauer auf den schwarzen Kontinent. Bei dieser Darbietung hielt es keinen mehr auf seinem Sitz. Stehende Ovationen waren die Belohnung für diese super Show.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit hielt das Prinzenpaar der KG Niederkirchspiel Einzug in die Narrhalla. Prinz Herbert I. vom scharfen Hobel und Prinzessin Uschi I. vom glänzenden Euro begrüßten das Publikum und überbrachten herzliche Grüße vom Hunsrück.

Die Schinnötzer erzählten die Geschichte der Schwerverbrecherin Ma Baker, die im Chicago der 30er Jahre ihr Unwesen trieb. Hier wurde die tolle Musik von Boney M gekonnt umgesetzt. Das rief sogar Daddy Cool auf den Plan.

Als schielendes Opossum Heidi aus Leipzig wurde Christina Eulenborn vom Rattenfänger Wolfgang Spitz in die Feinheiten der lokalen Bopparder Politik eingeweiht. Sie bekam so manche Hintergrundinformation, die sich nicht auf den ersten "Blick" erschließt. Man muss eben manchmal auch zweimal hinsehen.

Das frisch verstärkte Glongert Sextett wusste mit eigenen Texten zu bekannten Melodien in hervorragender Weise zu unterhalten. Darüber hinaus fand aber auch das von Reimund Milker selbst komponierte Lied "Grün und Weiß sollen unsere Farben sein" großen Anklang.

Frank Mallmann zog als geplagter Ehemann alle Register der humorvollen Mimik. Herrlich, wie gestenreich er mit witzigen Geschichten das Publikum immer wieder zum Lachen brachte.

Auch in diesem Jahr war der Showtanz des CV Damenballetts wieder einer der Höhepunkte der Sitzung: Sie versetzten das Publikum in die Welt der Indianer Nordamerikas. In ihrem Tanz verkörperten sie indianischen Stolz sowie indianische Tradition, Harmonie und Lebensfreude.

Zum Finale bat Sitzungspräsident Albert Rätz alle Aktiven des Abends auf die Bühne. Die Sitzung endete zu den Klängen bekannter und beliebter Karnevalsmelodien. Dabei durfte natürlich auch das Bad Salziger Lied nicht fehlen.

Wie heißt es so schön: Grün-Weiße Sterne stehen, werden nie untergehen!

Alfred und Christian Fuchs

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