Carnevalverein Grün-Weiß Bad Salzig e.V. 1959

Jugendsitzung des CV ein voller Erfolg

11 Trommelschläge am Samstag um 14:11 Uhr - traditionell das Eröffnungssignal für die Jugendsitzung des CV Grün-Weiß Bad Salzig. Und so hieß es in diesem Jahr „Manege frei“ für die Kinder und Jugendlichen des Vereins, die mit dem Fanfarenzug unter der neuen Leitung von Julian Gras in das festlich geschmückte Ägidiusheim einzogen und sich zu einem beeindruckenden Bild auf der Bühne versammelten.

Hier übergab der Vereinsvorsitzende Alfred Fuchs das Wort und die Leitung der Veranstaltung an die Sitzungspräsidenten Anna Weinand und Maximilian Muders, die wie schon im letzten Jahr das zahlreich erschienene närrische Publikum souverän durch ein unterhaltsames, dreistündiges Programm führten.

Dieses eröffneten die von Sascha Minning und Volker Muders trainierten grün-weißen Zinnsoldaten: Nach ihrem eindrucksvollen Einmarsch durch den Saal luden sie in ihrem Tanz auf der Bühne „Ingeborg Marie“ schwungvoll zu einer „Tiefkühlpizza“ ein. Die vom Publikum geforderte Zugabe führte alle „Zinnis“ dann direkt zu ihren Plätzen im Elferrat und die Sitzungspräsidenten begrüßten das Kinderprinzenpaar der KGN Oppenhausen mit seinem Gefolge. Prinz Tim I. und Prinzessin Maya I. stellten sich in ihrem Grußwort den Gästen in der Narrhalla vor und luden zum Rosenmontagsumzug nach Oppenhausen ein.

Zur „Winnetou“-Melodie zog nun eine Gruppe junger Indianerinnen auf die Bühne und eroberte die Herzen des Publikums mit einer beeindruckenden Choreographie zu Hits wie „Da sprach der alte Häuptling der Indianer“ oder „Wo sind all die Indianer hin?“. Zum Abschluss spielten sie vor Tipi und Marterpfahl „Cowboy und Indianer“, bevor die Bambinis und natürlich auch ihre Trainerinnen Carina Betzing und Yvonne Bock für diesen tollen Auftritt begeisterten Applaus und ihre wohlverdienten Orden erhielten.

Wie schon bei ihrem erfolgreichen Debüt im Prinzenjahr konnte Elea Brumme auch in diesem Jahr wieder mit viel Wortwitz und großer Bühnenpräsenz in der CV-Bütt überzeugen. Als Vorsitzende des neu gegründeten Vereins „Leidgeprüfte Jugend“ kündigte sie große Veränderungen im Bereich Schule sowie im gesellschaftlichen Leben an: Zeugnisse für Lehrer, Abschaffung der Fächer Mathe, Physik und Chemie zugunsten von „Klamottenkunde, Schminkkursen und Partystunde“, aber auch ein „wöchentliches Taschengeld aus dem städtischen Haushaltsplan“ -  all dies waren Punkte aus dem Vereinsprogramm, die Elea temperamentvoll verkündete und einforderte.

Schon auf den Kostümsitzungen hatte das CV-Jugendballett mit seinem grün-weißen Gardefeuerwerk Stimmung im Saal verbreitet und ebenso gelang es den von Alena Banspach und Sarah Kahl trainierten Tänzerinnen auch an diesem Tag mit einem Gardetanz in Perfektion.

Nun verwandelte sich die Bühne in eine Bäckerei, in der sich alles um die Frage nach „100 Brötchen“ drehte. Mit einer unerwarteten Antwort brachten Lara Becker, Luisa Löffler und Maximilian Bock das Publikum zum Schmunzeln, bevor der Hogwarts-Express die von Frauke Staaden-Schönerstedt trainierten Tänzerinnen und Tänzer des Miniballetts in den Saal transportierte. Sie verzauberten die Gäste in passender Internatskleidung, mit Hexenbesen und sogar dem „sprechenden Hut“ mit einem fantasievollen Tanz zu Melodien aus „Harry Potter“.

Die zweite Programmhälfte eröffnete das grün-weiße Kinderballett. Die jungen Tänzerinnen und ein Tänzer, die von Elena Bock und Michaela Mallmann trainiert werden, zeigten einen Gardetanz, der an Schwung, Elan und Präzision dem Auftritt des Jugendballetts in nichts nachstand und die Stimmung im Saal sofort wieder anheizte.

„Hast du schon einmal etwas von Rechtschreibung gehört?“ - „Nein, ich bin doch Linkshänder!“ - Natürlich darf in keiner Jugendsitzung ein Auftritt fehlen, in dem Schule und Lehrer auf’s Korn genommen werden. Und so trieben Maximilian Bock, Moritz Volkner, Laura-Sophie Balthasar, Paula Eikenkötter und Theresa Wuth ihre Lehrerin Hannah Seus an den Rand der Verzweiflung. Mit Anekdoten aus dem täglichen Schulalltag - von gestohlenen Hausaufgaben über Fragen aus dem Erdkundeunterricht bis hin zu toten Fliegen für Biologie - brachten sie das Publikum zum Lachen, und vielleicht erinnerte sich der ein oder andere an seine eigene Schulzeit zurück…

Den letzten Glanzpunkt des Nachmittags setzte noch einmal das Jugendballett, diesmal mit seinem Showtanz: „We love the 80s“ - das zeigten die Tänzerinnen und Tänzer auf eindrucksvolle Weise. „Don’t stop me now“ - und sie waren nicht aufzuhalten und rockten die Bühne zu Hits aus den 1980ger Jahren. Die gesamte Narrhalla sang und klatschte begeistert mit und belohnte den authentischen Auftritt der Gruppe mit langanhaltendem Applaus, der nahtlos ins große Finale überleitete. Dazu versammelten sich noch einmal alle Aktiven zum „Salziger Lied“ auf der Bühne und die Sitzungspräsidenten dankten dem Musiker Kai Adorf, allen Helfern vor und hinter der Bühne sowie besonders den Organisatoren der Jugendsitzung: Iris Michel, Claire Hesse-Mainusch und Volker Muders. Das Abschlusswort hatte der Sitzungspräsident der Kostümsitzungen, Albert Rätz, der es als Fazit des Nachmittags auf den Punkt brachte: „Bei solchen Nachfolgern in Moderation und bei den Aktiven muss man sich um die Zukunft des Vereins keine Sorgen machen.“

Beate Kragl

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